Ein kurzer Leitfaden für einen guten Jahresausklang

Wir wissen, dass diese Jahreszeit sehr arbeitsreich ist.
Es gibt Dinge zu erledigen, Menschen zu treffen, Nachrichten zu beantworten und Pläne zu koordinieren – oft bis zum Beginn der Ferien.

Und doch wollen viele von uns unter all dem dasselbe: im neuen Jahr wirklich ausgeruht, klarer und mit etwas mehr Energie als am Ende des Jahres zurückkehren.

Deshalb haben wir diesen kurzen Beitrag verfasst.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige einfache, evidenzbasierte Praktiken aus unserem aktuellen Webinar „Tipps für die Feiertage“ vor, zusammen mit einer Aufzeichnung für alle, die sich näher damit befassen möchten. Hier gibt es nichts zu optimieren oder zu perfektionieren. Nur kleine Ideen, die Sie lesen, aufnehmen, ausprobieren können, wenn Sie Lust dazu haben – und dann beiseite legen können, während Sie Ihre Feiertage genießen.

Einfache Möglichkeiten, um eine erholsamere Pause zu unterstützen

Beginnen Sie damit, die Stressreaktion sanft herunterzufahren.

Eine der einfachsten Methoden, die Genesung zu unterstützen, ist die Atmung.

Die Box-Atmung ist ein kurzer, strukturierter Rhythmus, der dem Nervensystem ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Sie dauert etwa eine Minute und kann überall durchgeführt werden:

4 Sekunden einatmen · 4 Sekunden halten · 4 Sekunden ausatmen · 4 Sekunden halten

Zwei oder drei Runden reichen oft aus, um eine spürbare Veränderung zu bewirken. Mit der Zeit hilft diese Art der Pause dem Körper, sich zu beruhigen – insbesondere in Übergangsphasen oder wenn der Geist beschäftigt ist.

Lass die Abende sanfter werden

Helle Bildschirme und Deckenbeleuchtung halten das Gehirn noch lange nach Feierabend wach.

Ein sanftes Experiment besteht darin, nur einen Abend pro Woche auszuwählen, an dem man etwa 90 Minuten vor dem Schlafengehen auf Kerzenlicht oder warme Beleuchtung umstellt. Viele Menschen stellen fest, dass sie leichter einschlafen und tiefer schlafen, wenn die Umgebung signalisiert, dass es Zeit ist, sich zu entspannen.

Es muss nicht aufwendig sein. Ein ruhigerer Raum, sanfteres Licht, weniger Bildschirme – kleine Veränderungen können eine überraschend beruhigende Wirkung haben.

Den Start in den Tag zurückgewinnen

Die Art und Weise, wie ein Tag beginnt, ist wichtiger, als wir oft glauben.

Wenn Sie Ihr Smartphone in den ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen im Flugmodus lassen, schaffen Sie sich Freiraum, um den Tag ganz nach Ihren Vorstellungen zu beginnen. Diese Zeit muss nicht produktiv sein. Es können ein paar Atemzüge sein, ein ruhiger Kaffee oder ein kurzer Gang an die frische Luft.

Wichtig ist, dass das Nervensystem einen Moment der Ruhe bekommt, bevor der Tag etwas von Ihnen verlangt.

Einen Wert in den Fokus rücken

Anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu ändern, wählen Sie einen Wert, der Ihnen gerade wichtig erscheint – Gesundheit, Familie, Erholung, Konzentration oder Verbundenheit.

Schreiben Sie es an einen gut sichtbaren Ort und fragen Sie sich einmal am Tag:
“ „Was ist eine kleine Maßnahme, mit der ich heute im Einklang damit handeln kann?“

Dadurch bleiben die Absichten realistisch und bodenständig, insbesondere in stressigen oder emotional aufgeladenen Zeiten.

Gib deiner Aufmerksamkeit etwas, worauf sie sich konzentrieren kann.

Vieles, was wir konsumieren, ist kurz, schnell und fragmentiert. Mit der Zeit trainiert dies den Geist, wachsam zu bleiben, aber nicht zur Ruhe zu kommen.

Längere Erlebnisse können dabei helfen, das Gefühl der Vollendung wiederherzustellen. Wenn man sich eine ganze Dokumentation oder Comedy-Sondersendung ansieht oder ein ganzes Album anhört, ohne dabei andere Dinge zu tun, kann man seine Aufmerksamkeit ganz darauf richten – und dem Nervensystem die Möglichkeit geben, sich zu beruhigen.

Warum dies zum Jahreswechsel wichtig ist

Erkenntnisse aus unserem Global Resilience Report: Fit for Change zeigen ein klares Muster: Viele Fachkräfte funktionieren gut, verfügen jedoch nur über begrenzte Kapazitäten für eine nachhaltige Erholung. Mit der Zeit beeinträchtigt dies die Konzentration, Anpassungsfähigkeit und Entscheidungsfindung.

Die Unterstützung der Erholung bedeutet nicht, Standards zu senken oder Ambitionen zu drosseln.
Es geht darum, die Voraussetzungen zu schaffen, um das kommende Jahr mit mehr Kapazitäten und Stabilität zu meistern.

Entdecken Sie den Global Resilience Report

Sehen Sie sich die gesamte Sitzung mit Tipps für die Feiertage an.

Wenn Sie sich näher mit den wissenschaftlichen Hintergründen dieser Praktiken befassen möchten, können Sie sich hier das vollständige Webinar ansehen:

Die Wiederholung ansehen

Ein abschließender Gedanke

Sie müssen nicht alles davon tun. Und Sie müssen auch nichts davon perfekt machen.
Nehmen Sie sich das, was Ihnen nützlich erscheint, lassen Sie den Rest weg und vertrauen Sie darauf, dass schon kleine Momente der Ruhe einen Unterschied machen können.

Vor allem hoffen wir, dass Sie Ihre Feiertage genießen können – dass Sie entschleunigen, Spaß haben und sich den Raum geben, sich wirklich zu erholen. Wenn die Pause ihre Wirkung entfaltet hat, beginnt das neue Jahr oft klarer, stabiler und mit mehr Kapazitäten.

Wir wünschen Ihnen ruhige Feiertage und einen erholsamen, widerstandsfähigen Start ins neue Jahr.
Frohes neues Jahr von uns allen beim Resilience Institute.